Die Nachricht über das völlig unerwartete Ableben von Hermann Joksch aus Michelhausen am 1. Jänner 2026 hat viele tief erschüttert. „Mit ihm ist ein Mensch aus unserer Mitte getreten, der über Jahrzehnte hinweg Spuren hinterlassen hat – sichtbar im Vereinsleben, spürbar in der Gemeinschaft und unauslöschlich in den Herzen jener, die ihn kannten. Unser Mitgefühl gilt seinen beiden Kindern, deren Familien und allen Angehörigen“, so Bürgermeister Bernhard Heinl.
Für seinen außergewöhnlichen Einsatz im Gemeindeleben erhielt Hermann Joksch 2012 das Ehrenzeichen der Marktgemeinde Michelhausen in Bronze.
Hermann Joksch trat 1972 der Freiwilligen Feuerwehr Michelhausen bei. In vielen Jahren aktiven Dienstes wirkte er unter anderem als Gruppenkommandant. Für sein Wirken wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im März 2025 mit der Katastropheneinsatzmedaille Hochwasser 2024. Abseits des Einsatzgeschehens war er als Chef der Achtelbar beim Zeltfest ein Garant für Geselligkeit und Humor.
(Nachruf der FF Michelhausen)
Eine besondere Leidenschaft galt dem Theater. Seit 1969 stand er auf der Bühne, seit der Gründung des Theatervereins „Hirtabuam“ im Jahr 1975 war er bis zuletzt dessen Obmann-Stellvertreter. In 45 Theaterproduktionen begeisterte er das Publikum mit seiner Präsenz, seiner Ausstrahlung und seinem Gespür für die jeweilige Rolle. Er war nicht nur Darsteller, sondern eine prägende Persönlichkeit des Vereins – auf und hinter der Bühne.
(Nachruf des Theatervereins Hirtabuam)
Ebenso unvergessen bleibt sein Wirken im Musikverein Michelhausen. Seit 1991 spielte er Tuba – ein Instrument, das er einst aus einer Wette heraus erlernte und dem er bis zuletzt treu blieb. Als Archivar im Vorstand und als einer der engagiertesten Helfer beim Bau des Musikheims setzte er Maßstäbe. Besonders erfüllend war für ihn das Zusammenspiel der Generationen, denn Harmonie und Freundschaft waren für ihn unverrückbare Werte.
(Nachruf des Musikvereins Michelhausen)
Auch im Kameradschaftsbund Michelhausen-Rust war Hermann Joksch aktiv und untermauerte auch dort, was ihn in seinem Innersten bewegte. Gemeinschaft, Miteinander und Kameradschaft waren für ihn keine leeren Worte, sondern gelebte Haltung.
Wo Hermann Joksch war, waren Hilfsbereitschaft, vor allem aber Heiterkeit und Humor. Oft genügte ein Blick, sein typisches Aufreißen der Augen und alle wussten: Jetzt wird´s lustig. Er hinterlässt eine Stille, wo einst Leben, Lachen und Tatkraft waren. Er fehlt als Kamerad, als Vereinskollege, als Nachbar, als Freund – vor allem aber als Mensch. Was bleibt, sind Dankbarkeit, tiefe Verbundenheit und die Gewissheit, dass sein Wirken weiterlebt in den Erinnerungen, die er geschaffen hat.
Auf der Homepage der Bestattung Geiger kann man für Hermann Joksch eine digitale Kerze entzünden oder einen Eintrag im Kondolenzbuch durchführen.
Am Freitag, 9. Jänner 2026 wird Hermann Joksch in Michelhausen verabschiedet.
- Ab 12.00 Uhr besteht in der Pfarrkirche die Möglichkeit zur persönlichen Verabschiedung am Sarg, flankiert von einer Totenwache der Feuerwehr und Vereine.
- Um 13.30 Uhr ist Betstunde in der Kirche.
- Um 14.00 Uhr beginnt der Trauergottesdienst.
- Im Anschluss an die Hl. Messe erfolgt am Hauptplatz die letzte Verabschiedung. Danach wird der Verstorbene auf persönlichen Wunsch in das Krematorium überführt.
